Warum dieses Projekt so wichtig ist

In Ggaba (Kampala District and in Makindye East Sub-County) am Lake Victoria leben die meisten Einwohner vom Fischfang, dessen Einnahmen kaum für den Lebensunterhalt ausreichen. Die ländlichen Gebiete und Außenbereiche des Kampala Districts gehören zu den unterentwickelteren Regionen Ugandas.

Die die geplante Computerschule/Internetcafé fördern nicht nur gezielt die Bildung der stärker benachteiligten Mädchen und erhöhen ihre Arbeitsmarktchancen, sondern bringen insgesamt einen Entwicklungsimpuls in die ländliche Region.

Der Nutzung des Internetcafés geht in der Regel eine individuelle Schulung der
Kunden durch die A-Unite Mitarbeiter voraus, die sie in die Computernutzung
einweisen, ihnen helfen, die Computer zu bedienen und sich eine Internetadresse
einzurichten. Mit jeder Nutzung geht auch eine Unterstützung in die Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten des Internet einher.

Computerschule:

Mit der Computerschule sollen das Potential und die Anforderungen neuer Technologien genutzt werden, Jugendliche – insbesondere die benachteiligen Mädchen - zukunftsorientiert zu qualifizieren. Deutsche und ugandische Jugendliche sollen im direkten Austausch persönliche Beziehungen zueinander aufbauen, was ein vertieftes Interesse aneinander und an den jeweiligen Lebensbedingungen zur Folge hat.

Bei den deutschen Schülerinnen und Schülern wird ein Prozess des Umdenkens angeregt, der in allen Lebensbereichen – auch auf der Ebene der politischen und wirtschaftlichen Entscheidungen – die Interessen benachteiligter Menschen berücksichtigt. In Bezug auf die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit beugt die hier ermöglichte direkte Kommunikation einen Schutz vor der Beeinflussung durch rechtsradikales Gedankengut.

Durch den konkreten Einblick in die Lebensbezüge junger Menschen in Uganda entwickeln unsere Düsseldorfer Schülerinnen und Schüler ein intrinsisches Interesse an den Lebensbedingungen der Menschen in Zentralafrika - weitaus effizienter als dies durch Schulbücher oder Vorträge vermittelt werden kann. Die Schülerinnen und Schüler bauen persönliche Beziehungen zu ugandischen Schüler/innen auf und werden durch den direkten Kontakt motiviert, sich aktiv für die Entwicklung der dritten Welt einzusetzen, Verantwortung für ihr Handeln bewusst und begründet zu übernehmen. Sie werden angeregt im Anschluss an ihre Schullaufbahn (Abitur) ein soziales Jahr in Afrika zu absolvieren (hier auch konkret im Projekt in Ggaba, das vom Flughafen Entebbe gut erreichbar ist und durch die Nähe zum
Zentrum Kampala auch versorgungstechnisch gute Rahmenbedingungen bietet).

Der intendierte Lernprozess gilt auch für die ugandischen Schülerinnen der
Kooperationsschule in Ggaba, die bisher keinen Zugang zu Bildungsmöglichkeiten durch die neuen Technologien haben. Die Schüler und Schülerinnen der St.Denis Secondary School in Ggaba kommen in der Regel aus finanziell schwachen Familien, die ihr Einkommen im Wesentlichen durch den wenig einträglichen Fischfang bestreiten.

Besonders die Mädchen werden bei beschränkten finanziellen Mitteln von Schule,
Hochschule und Ausbildung abgeschnitten. Die Qualifikation in der Anwendung gängiger Computerprogramme kann ihnen zu neuem Selbstbewusstsein verhelfen und einen Beitrag zur Emanzipation leisten. Sie kann ihnen auch dazu beitragen, im kaufmännischen und im Dienstleistungsbereich eine Beschäftigung zu finden.

Der Einblick in die Lebensgestaltung und Zukunftsvorstellungen unserer Schülerinnen und Schüler kann die ugandischen Jugendlichen in der Entwicklung eines neuen, emanzipierteren Rollenverständnisses unterstützen. Das gilt besonders für die Mädchen, die zu einem beruflichen Engagement außerhalb des tradierten Rollenverständnisses ermutigt werden, indem sie andere Lebenskonzepte kennenlernen. Die Kommunikation mit den deutschen Schülerinnen und Schüler kann den Weg zu demokratischen Entwicklungen in Uganda/Afrika fördern (die arabische Revolution wäre ohne diese Kommunikationsmöglichkeiten durch die neuen Medien so nicht möglich gewesen).